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Das Anabolika-Monster – Idealisiertes, männliches Selbstbild

Wenn Frauen ein idealisiertes Selbst erstellen, geben sie sich dabei in aller Regel viel Mühe. Männer, vor allem jene jüngeren Jahrgangs, sind da oft unkomplizierter und schieben einfach alle Regler auf Maximum. Der Resultierende Charakter sieht dann etwa so aus wie ein Berggorilla, der mit Steroiden voll gepumpt wurde. Auch Menschen die noch nie einen Berggorilla unter Anabolika-Einfluss gesehen haben, wissen wie einer aussieht, wenn sie in Aion an der Mitternachts-Dred teilnehmen.

Wer nun aber vermutet, dass man diesen Archetypen nur bei schwer gepanzerten Nahkampf-Klassen findet, der ist schief gewickelt. Dass jemand wenig Sinn Ästhetik hat bedeutet nämlich nicht zwingend, dass er keine DPS-Tabellen lesen kann. So kommt es, dass man diesen Charakter am häufigsten bei der Klasse findet, die im jeweiligen am meisten Schaden macht, unabhängig davon, welche Rüstung er trägt. Wer nun denkt, das ein gedopter Gorilla in bestickter Magier-Robe mit einem Zauberbuch in der Hand lächerlich aussieht, der könnte damit unter Umständen sogar recht haben – finden wird man solche Charaktere dennoch sehr häufig.

Beim Namen sind englische Ausdrücke aus dem Themenkreis Tod, Kampf und Schmerz sehr beliebt.

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