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Den schrecklichen Amoklauf von München nutzte Bundesinnenminister Thomas De Maizière zu einer verbalen Attacke gegen Spiele.

Man hatte gehofft, dass die unsägliche Debatte um sogenannte “Killerspiele” überwunden wäre. Doch mit Thomas De Maizière hat nun ein weiterer, konservativer Politiker Videospiele als Sündenbock entdeckt.

Auf einer Pressekonferenz nach dem Amoklauf behauptete De Maizière, dass das “unerträgliche Ausmaß an gewaltverherrlichenden Spielen im Internet einen schädlichen Einfluss auf die Entwicklung junger Menschen hätte. Kein vernünftiger Mensch könne dies laut dem Bundesinnenminister bestreiten. Dies sei auch durch “viele Studien” belegt. Eine Auskunft darüber, welche Studien das seien, blieb De Maizière schuldig.

Noch einen Schritt weiter ging die CDU-Politikerin Regina Görner auf Facebook. Unbedachte Reaktionen auf Terror gäbe es, weil “sich inzwischen in vielen Köpfen die Logik von Killerspielen festgesetzt hat”. Damit kommentierte Görner Falschmeldungen zum Amoklauf in München. Menschen würden reagieren wie in einem Computerspiel, wo es keine echte Konsequenzen gibt, weil man respawnen oder neu laden kann. Nach Protesten änderte sie das Wort “Killerspiele”, aber in “Videospiele”.

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