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Auch umstrittene und sensible Themen werden in Call of Duty: WWII behandelt. Es gibt aber ein Tabu, an dem die Entwickler nicht rütteln.

RassismusDass Krieg eine grausame Angelegenheit ist, soll dem Spieler in Call of Duty: WWII durchaus bewusst werden. Im Gegensatz zu früheren Titeln, sollen diesmal auch sensible Themen wie Rassismus oder die Situation von Frauen angesprochen werden. In der Kampagne übernimmt der Spieler dabei auch die Rolle einer französischen Widerstandskämpferin. Dennoch gibt es eine rote Linie, die auch die Entwickler von Sledgehammer Games nicht überschreiten werden. So wird es auch diesmal keine Kampagnen-Abschnitte auf Seiten der Achsenmächte geben.

Reveal-EventDas ist sicher verständlich, da die Entwickler damit zum einen Beifall von der falschen Seite geerntet hätten und zum anderen amerikanische User vor den Kopf stoßen und in Deutschland eine sichere Indizierung einfahren würden. Bedauerlich ist dieser Schritt dennoch, denn mit einer Kampagne, die beide Seiten zeigt, wäre eine differenziertere Sichtweise auf den Krieg möglich gewesen. Eine solche Kampagne würde deutlich machen, dass auf beiden Seiten des Krieges Menschen gekämpft haben.

Monetarisierung

Der Krieg war für alle Beteiligten grausam

Ein Wehrmachtssoldat als spielbarer Charakter wäre sicherlich gewöhnungsbedürftig, aber letzten Endes wäre es auch eine Chance, die Geschichte eines Mannes zu erzählen, dem bewusst wird, wie sehr er von dem Regime, für das er kämpft ausgebeutet wird. Krieg ist niemals etwas schönes, zumindest nicht für jene, die ihn ausfechten müssen. Ein solcher, tragischer Charakter würde mit Sicherheit vor schwierige moralische Entscheidungen stehen. Das könnte dem Spiel mehr Tiefe verleihen würde.

Vor allem aber würde es deutlich machen, dass die Schicksale der einzelnen Soldaten, egal unter welchen Flaggen sie nun gekämpft haben, sehr viel ähnlicher waren, als die Ideologien, für die sie kämpfen mussten. Denn letzten Endes waren sowohl ein amerikanischer GI als auch ein deutscher Wehrmachtssoldat nichts anderes als Menschen, die zur gleichen Zeit in anderen Teilen der Welt einen Einberufungsbefehl bekommen haben. Aber das passt vermutlich einfach nicht zur Narrative einer amerikanischen Heldensage…

Denkt ihr, dass Call of Duty: WWII eine Kampagne, in denen beide Kriegsparteien spielbar sind gut tun würde? Oder denkt ihr, dass die Community für ein solches Spiel noch nicht reif ist? Sagt uns eure Meinung dazu in den Kommentaren! Folgt uns auf Facebook, wenn ihr keine News aus der Welt des Gaming verpassen wollt.