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Können wir Spiele demnächst über Gedanken steuern? Schon früher als gedacht könnte, was eben noch Science-Fiction war, Realität werden.

Brauchen wir bald keine Mäuse und Tastaturen mehr und steuern Spiele statt dessen Kraft unserer Gedanken? Was beim ersten Hinhören nach dem Stoff für einen Science-Fiction-Film klingt, könnte schon in absehbarer Zeit Realität werden. Wie aus einem Bericht der New York Times hervorgeht, arbeiten mehrere Unternehmen an Technologien, die eine Eingabe durch Gedanken möglich machen sollen. Die Forscher denken dabei keineswegs  nur an Spiele. Auch Prothesen sind ein mögliches Einsatzgebiet.

Ramses Alcaides Start-up-Unternehmen Neurable hat zu diesem Zweck ein VR-Headset entwickelt, das mit Sensoren Gehirnwellen aufzeichnen und als Eingaben umsetzen kann. Um das futuristische Eingabegerät zu testen, haben die Hersteller ein Spiel entwickelt, bei dem sich der User aus einem geschlossenen Raum befreien muss. Dafür kann er per Gedanken einen Ball hoch heben und damit einen Spiegel einwerfen, der eine Zahlenreihe preisgibt. Diese gilt es wiederum in ein Tastenfeld an der Tür einzutragen. Perfekt ist diese Technologie freilich noch nicht. So ist derzeit noch nicht möglich, Objekte aufzuheben, ohne ungefähr in ihre Richtung zu sehen. Einige Jahre werden wohl noch bis zur Marktreife vergehen, aber immerhin funktionieren die ersten Prototypen bereits.

Professor Ed Boyden des M.I.T. Media Labs sieht noch weitere Verwendungszwecke für das innovative Interface. Dabei denkt er sowohl an Prothesen, die Menschen mit Behinderung unterstützen als auch an eine Art Erweiterung des Gehirns:

Ich finde es nicht plausibel, dass ein Implantat direkt in das Gehirn einer Person ohne gesundheitliche Probleme eingesetzt würde. Aber wenn die Unternehmen den richtigen Ansatz haben, Menschen in Not zu helfen, dann könnten sich die Methoden auch auf weniger betroffene Personen ausbreiten – und möglicherweise zu einer Erweiterung des Gehirns werden.

Man sollte aber auch nicht das Unmögliche erwarten, meint Matt Angle, Neurologe und Gründer von Paradromics:

In der Naturwissenschaft gibt es natürliche Grenzen. Zu glauben, man könne grundlegende Gesetze durch Ehrgeiz und Enthusiasmus außer Kraft setzen, ist naiv.

Seit dem Jahr 2013 unterstützt die US-Regierung die Forschung im Bereich der Neurotechnologie. Danach unterstützte Tesla-Gründer Elon Musk die Idee mit seiner neuesten Firma Neuralink. Seitdem investieren auch andere Firmen in Neurotechnologien.

Würdet ihr Spieler gerne mit euren Gedanken steuern? Oder bevorzugt ihr Controller beziehungsweise Maus und Tastatur? Sagt uns eure Meinung dazu in den Kommentaren! Folgt uns auf Facebook, wenn ihr keine News aus der Welt des Gaming verpassen wollt.