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PETA hat den Shooter Far Cry 5 scharf kritisiert. Es ist dieses Mini-Game, das den geballten Zorn der Tierrechtler auf sich zieht.

Die Tierrechtsorganisation PETA kann nichts Gutes an Far Cry 5 finden. Das Spiel sei “unethisch und gewaltverherrlichend”, heißt es in einer Presseaussendung der Tierschützer. Dabei ist es nur ein scheinbar harmloses Mini-Game, das den Ärger der Tierrechtler auf sich zieht. Denn in Far Cry 5 kann der Spieler nicht nur irre Kultisten aufs Korn nehmen, sondern auch fischen. Man solle in Deutschland keine Spiele mehr vermarkten, “die das Jagen und Töten von Fischen oder anderen Tieren glorifizieren und banalisieren“. Stattdessen wünscht sich PETA mehr Spiele mit “frei lebenden Tieren“. Die Tierschützer betonen außerdem die Intelligenz und Empfindungsfähigkeit von Fischen. In der Aussendung heißt es weiter:

Angeln bedeutet, Fische in eine Falle zu locken, sie minuten- bis stundenlang Angst und Atemnot sowie einem oft qualvollen Todeskampf auszusetzen, bevor sie schließlich erschlagen oder oft noch lebendig aufgeschnitten werden“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin sowie Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Heute wissen wir, dass ein Fisch ein Jemand ist und kein Etwas und da ist es ein Armutszeugnis, das Angeln zu bewerben. Fische sind neugierige Wirbeltiere mit individuellen Persönlichkeiten.

Weiters folgt auch ein Zitat von Ex-Beatle Sir Paul McCartney, der das Angeln ebenfalls als Tierquälerei ablehnt.

Vor vielen Jahren war ich einmal angeln. Als ich den armen Fisch einholte, wurde mir klar, dass ich dabei war, ihn zu töten – nur für eine vergängliche Gaumenfreude. Da hat irgendetwas in mir klick gemacht. Als ich sah, wie er nach Atem rang, wusste ich, dass ihm sein Leben in diesem Moment genauso wichtig war wie mir meines.

McCartney bezog sich damit allerdings aufs Angeln in der realen Welt. Ob er auch in Videospielen ein Problem damit hätte, bleibt offen.

Das ist nicht die erste Kontroverse, die PETA aufgrund eines Videospiels vom Zaun bricht. So kritisierten die Tierschützer bereits das Angeln in Final Fantasy XV, Kühe Melken an der Nintendo Switch und Fellrüstungen in Warhammer 40K. Marios Waschbärenkostüm erinnert PETA zu sehr an echten Pelz und sogar in Pokémon wollen die Tierrechtler Parallelen zu Hundekämpfen entdeckt haben. PETA hat dazu des Öfteren Spieleparodien von meist fragwürdiger Qualität veröffentlicht.

Was haltet ihr von PETAs Kritik? Denkt ihr, die Einwände sind gerechtfertigt oder sollte sich PETA mehr um echte Tiere als um Pixelwesen kümmern? Sagt uns eure Meinung dazu in den Kommentaren! Folgt uns auf Facebook, wenn ihr keine News aus der Welt des Gaming verpassen wollt.