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Wer schon einmal die Straßen von Tokio unsicher gemacht hat, kennt sie: Die riesigen Spielhallen von Akihabara. An jeder Ecke lässt sich ein seichtes Klingeln und Klimpern vernehmen, wenn Touristen wie Einheimische ihr Urlaubsgeld auf den Kopf hauen, um sich an den Hybriden aus Slotautomat und Arcade-Videospiel auszutoben. Der Innenraum ist zumeist mit aufwendigen und quietschbunten Dekors versehen, sodass die Pachinko-Hallen von Weitem zu sehen sind. Was bisher ein Phänomen war, das fast ausschließlich in Japan aufblühte, soll nun jedoch erstmals auch im Glücksspiel-Paradies Macau Wirklichkeit werden.

Macau: Wirtschaftsaufschwung mit Folgen

Seit rund 10 Jahren gilt die Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China als Anlaufpunkt für alle Fans von Karte, Kuge

l, Chip und Slot. Nicht umsonst trägt Macau auch die Titel „Monte Carlo des Ostens“ oder „Las Vegas des Ostens“. Jährlich reisen Millionen von Touristen an, um sich die Sehenswürdigkeiten aus der Kolonialzeit anzuschauen, in den schier endlos vielen Casinos des Staates zu spielen oder die ausgeprägte Nachtkultur zu genießen. Obwohl Macau über recht lockere Regularien verfügt, was den Einsatz von Glücksspiel-Automaten angeht, blieben den Besuchern die legendären japanischen Pachinko-Automaten bislang verwehrt. Nicht zuletzt deshalb, weil auch der japanische Markt brummt.

Die japanische Glücksspiel-Kultur fuß nämlich zu großen Teilen auf den ausladenden Pachinko-Hallen und befindet sich nicht selten in den Händen einflussreicher Investoren, die mit umfangreicher Lobby-Arbeit die Branche im Land der aufgehenden Sonne zu neuen Höhen treiben. Casinos sind in Japan weiterhin illegal und so bleiben die ausgeklügelten Automaten, welche zu gleichen Teilen Glücks- wie Videospiel darstellen, neben Sport- und Pferdewetten der einzige Zweig der Branche, der in Japan öffentliche Anerkennung findet. Dementsprechend vorsichtig sind die Hersteller, wenn es darum geht, in neuen Märkten Fuß zu fassen. Zu groß sei die Gefahr, die eigenen Einkünfte zu schmälern und gleichzeitig der Konkurrenz Tür und Tor zu öffnen.

Macau: Pachinko-Anbieter sichert sich Genehmigung

Als erste japanischer Pachinko-Anbieter konnte die Dynam Japan Holding nun jedoch eine offizielle Genehmigung für die Verwendung der Slot-Automaten in der chinesischen Sonderverwaltungszone erwirken. In Zusammenarbeit mit der Gaming Regulation in Macau und dem Gaming Inspection and Coordination Bureau (DICJ) entsteht dort nun der erste Pachinko-Slot. Als erstes Spiel wurde „Fortune Frogs“ auserkoren. In diesem beliebten Slot dreht sich alles darum, die richtige Beute an Land zu ziehen, um Mr. Frog ein ruhiges Leben zu ermöglichen. Gemeinsam mit dem grünhäutigen Glückspilz begebt ihr euch an Bord eines Bootes, um im Marschland nach Käfern zu angeln und fette Gewinne einzuholen. Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert auch der empfehlenswerte Slot Temple Cash Frogs ‘n Flies, den ihr im Online Casino Karamba kostenfrei spielen könnt.

Seinen ersten großen Auftritt wird der Slot im Verlauf der nächsten Woche erhalten, wenn er im Rahmen der G2E Asia (Global Gaming Expo Asia) offiziell enthüllt wird. Die Messe findet vom 21. bis 23. Mai im Venetian Casino in Macau selbst statt – passender könnt der Auftakt also nicht ausfallen. Die ersten Gerüchte über Pachinko in Macau wurden bereits vor einigen Monaten laut, als Dynam im März eine Kooperation mit Weike Gaming Technology, einem Unternehmen aus Singapur, ankündigte. Beide Parteien sollen von dieser Partnerschaft profitieren und unterschiedliches Wissen in die Entwicklung der Automaten einfließen lassen. Während sich Dynam um die Software der Pachinkos kümmert, soll Weike pimär mit der Hardware-Seite der Slots verbandelt sein und letztlich auch die Distribution übernehmen.