So beliebt Online-Spiele sind, es hat auch seine Vorzüge alleine zu spielen. Hier sind 9 Gründe, auch Singleplayer-Spiele zu lieben.

Teil einer großen Community sein, sich mit Spielern aus aller Welt messen und eine Gilde haben wie eine zweite Familie: Ja, Online-Spiele haben ihre Vorzüge. Aber es kommt auch vor, dass Gamer eine Spielwelt lieber alleine erkunden. Multiplayer-Titel sind ohne Frage auf dem Vormarsch. Viele Entwickler legen hier Hauptaugenmerk auf Mehrspieler-Modi. Das zeigt etwa die Erklärung von Rockstar in GTA V nur noch GTA Online mit neuen Inhalten zu versorgen, den Singleplayer-Modus aber brach liegen zu lassen. Auch in Call of Duty: WWII haben bereits viele Spieler über eine zu kurze Kampagne geklagt. Für Entwickler und Publisher macht es wirtschaftlich leider Sinn, in erster Multiplayer-Inhalte zu unterstützen. Loot-Boxen und Skins sind für viele Software-Schmieden zu einer äußerst lukrativen Einnahmequelle geworden, ebenso der Verkauf von Ingame-Währung gegen Bares etwa in GTA Online. Bedeutet das, dass Singleplayer-Gaming im Niedergang ist?

Nicht zwingend, denn es gibt auch Publisher, die dem Wunsch nach Einzelspieler-Titeln mit packenden Geschichten Rechnung tragen. Das jüngste Beispiel dafür ist Wolfenstein II: The New Colossus. Dort hat Bethesda bewusst auf einen Multiplayer-Modus verzichtet, um sich ganz auf die Geschichte zu konzentrieren. Ein Multiplayer-Modus hätte diese den Entwicklerns zufolge nur verwässert. Neben Fallout 4 und The Elder Scrolls V: Skyrim zeigt hier ein weiterer Bethesda-Titel, dass gute Singleplayer-Kampagnen sehr wohl nach wie vor gefragt sind. Doch was schätzen Gamer vor allem an Einzelspieler-Titeln? Hier sind neun Vorzüge des Solo-Spiels.

9 Dinge, die wir an Singleplayer-Games lieben

Freie Zeiteinteilung

SingleplayerWer alleine spielt, kennt Ausdrücke wie „Raid-Pflicht“ oder „Online-Pflicht“ vermutlich gar nicht. Wer alleine spielt, muss umgekehrt auch nicht darauf warten, dass seine Mitspieler endlich vor den Rechner kommen. So nett die sozialen Bindungen in einer Gilde oder einem Clan sein mögen, sie schaffen eine gewisse Abhängigkeit. In einem Singleplayer-Titel ist der Spieler dagegen nicht auf andere Leute angewiesen. Sobald er dafür Zeit hat, kann er zocken. Da gibt es kein Warten, keinen Zwang und erst reicht keine lange Gruppensuche. Der Singleplayer-Spieler ist sein eigener Herr, zumindest soweit es sein Real Life zulässt.

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Mach mal Pause

Ob er aufs stille Örtchen muss, sich einen Kaffee holen will, die Freundin seine Aufmerksamkeit einfordert oder der Nachwuchs schreit – der Singleplayer-Spieler hat seinem Online-Kollegen immer etwas voraus. Er drückt auf Pause, geht seinen RL-Aktivitäten nach und findet sich im Spiel dort wieder, wo er zuletzt aufgehört hat. Online-Spieler haben diesen Luxus nicht und finden sich in der Regel am nächsten Spawn-Punkt mit einigen fluchenden Stimmen im Headset wieder. Da Partner und Eltern im realen Leben den Unterschied zwischen Singleplayer und Multiplayer nicht immer kennen, erwarten diese aber meistens, dass die Situation nicht anders ist, als wäre es ein Einzelspieler-Titel.

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Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt

lernenIn Einzelspielertiteln können Spieler oft umfassenden Veränderungen an der Spielwelt vornehmen. Man denke etwa an den Siedlungsbau in Fallout 4. Obwohl viele Online-Games dem Spieler ebenfalls erlauben, sich ein eigenes Haus zu errichten, sind dessen Kreativität hier vergleichsweise enge Grenzen gesetzt. Bei Spielen mit tausenden Teilnehmern pro Server kann nicht jeder der Welt seinen individuellen Stempel aufdrücken, indem er sich etwa eine Festung baut. Wenn überhaupt, ist so etwas pro Server einer kleinen Elite von Spielern möglich, die extrem viel Zeit investiert.

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Diese Macht!

BosseDie meisten Gamer kennen vermutlich Memes, in denen Singleplayer-Charaktere mit Superhelden und und Multiplayer-Charaktere mit einfachen Rekruten verglichen werden. Der Vergleich ist durchaus treffend, wenn es darum geht, welche Bedeutung die Charaktere für ihre Welt haben. Denn den einen auserwählten Helden gibt es nun einmal nur im Einzelspieler-Modus. Übermächtige Figuren wie Kratos, Bayonetta und Asura kann es in der Welt nur einmal geben, eine Online-Welt mit solchen Charakteren wäre nicht plausibel. Ein PVP-Match zwischen 100 Göttern müsste eine Welt aller Logik nach zerstören. Rein erzählerisch sind gottähnliche Protagonisten daher nur in Singleplayer-Spielen glaubwürdig.

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Interessante NSCs

HypeIm Laufe von Spielen lernt man neben dem eigenen Charakter noch eine Reihe anderer Figuren kennen. Nicht immer, aber doch sehr oft, vergisst man diese in Online-Spielen allerdings sehr schnell wieder, wenn sie kein leuchtendes Rufzeichen mehr über dem Kopf haben. Obwohl es keine Notwendigkeit ist, geben sich Entwickler in Singleplayer-Titeln tendenziell deutlich mehr Mühe, unterhaltsame und glaubwürdige NSCs einzubauen. Gute Beispiele dafür sind etwa die Begleiter aus Fallout 4 oder Geralts Mentor und väterlicher Freund Vesemir aus der Witcher-Reihe. In Online-Spielen sind solche Figuren die Ausnahme, vermutlich, weil in einer Welt die von tausenden Spielerhelden bevölkert wird, weniger Platz für andere denkwürdige Figuren ist.

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Keine Serverwartungen

Online-Spiele werden regelmäßig um neue Inhalte erweitert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Das ist er se natürlich eine gute Sache, allerdings sind die damit auch so etwas wie eine konstante Baustelle. Es sind regelmäßige Update nötig und während Serverwartungen sind die Spiele oft nicht erreichbar. Den Satz „Never Play on Patchday“ hört man naturgemäß meistens in Verbindung mit Online-Spielen. Das soll nicht heißen, dass Online-Spieler immer bug-verseucht und unfertig sind, aber mit jeder Veränderung kommen auch neue Fehlerquellen ins Spiel. Singleplayer-Titel sind von solchen Problemen kaum betroffen.

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Die Story steht im Mittelpunkt

Dass Online-Spiele keine Geschichten erzählen würden, wäre gelogen, allerdings wirken diese Stories verglichen mit jenen von Singleplayer-Spielen oft sehr einfach und aufgesetzt. Eine Story, die auch den Stoff für einen guten Film oder Roman liefern würde, findet man üblicherweise nur in Singleplayer-Games. Man denke auch hier an die Witcher-Reihe, Skyrim oder Final Fantasy. Singleplayer-Spiele erlauben dem Helden auch mehr Entscheidungsfreiheit, etwa entweder als Held oder Bösewicht zu spielen, und haben die besseren Cutscenes – verständlicherweise, denn in Multiplayer-Titeln würde diese ohnehin jeder überspringen.

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Kein Ärger mit cheatenden Campern aus Frankreich

MitspielerSeien wir ehrlich: In Online-Communities treffen wir nicht nur nette Menschen. Oft müssen sich Online-Gamer mit Cheatern, Bots, Campern, Flamern, Goldkäufern und allen möglichen und unmöglichen unleidlichen Mitspielern herumschlagen. Singleplayer-Spieler kennen all diese Probleme nicht. Sie haben keinen Spam aus China im Posteingang, keine Hacker hindern sie an Quests und ihre Mütter haben keine unfreiwilligen Sexualkontakte mit pickeligen Rabauken.

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Mods

Modder sind kreative Menschen und hauchen oft auch älteren Spielen wieder neues Leben ein. Von relativ kleineren Anpassungen bis zu tiefgreifenden Veränderungen geben Mods fügen Mods bekannten Spielen neue Elemente hinzu. So kann man die postapokalyptische Welt von Fallout 4 etwa per Motorrad erkunden, Super Mario macht eine Tour durch Los Santos und die Sims vergnügen sich in den unterschiedlichsten Sex-Stellungen. Bei Multiplayer-Titeln sind solche Veränderungen in der Regel nicht zulässig, schließlich könnten User über Mods auch cheaten, was das Zeug hällt.

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