Ungleichbehandlung, sexuelle Belästigung bis hin zu Missbrauch sind in der Gaming-Industrie zuletzt leider häufig Thema gewesen. Immer mehr Unternehmen müssen sich Vorwürfe gefallen lassen, nicht genug für ein sicheres Arbeitsumfeld getan zu haben. Menschen in Führungsfunktionen konnten ihre Macht-Positionen zu oft zu einfach ausspielen und mussten bei Vorwürfen nur selten mit Konsequenzen rechnen.
Playstation Vize-Präsident
Nun kommt der nächste schockierende Fall ans Tageslicht. George Cacioppo, eine wichtige Führungsfigur bei Sony, wurde in Folge eines aktuellen Skandal-Videos gefeuert. Die Gruppe „People vs. Predators“ hat ihn beim Versuch überführt, sich an einem minderjährigen Jungen vergehen zu wollen. Die Gruppe macht auf ihrem Youtube-Kanal Jagd auf Pädophile.
Über die App Grindr nahm Cacioppo Kontakt mit einem – aus seiner Sicht – 15-Jährigen Jungen auf. In Wahrheit verbarg sich dahinter ein Mitglied der Gruppe People vs. Preds. Der Vize-Präsident von Sony tauschte Bilder mit dem vermeintlichen Teenager aus und vereinbarte ein Treffen zum Sex. Im Chat gab sich der Unternehmer als „Jeff“ aus.
Cacioppo ist die 93. Person, die die Gruppe auf diese Weise als mutmaßliche Sexualstraftäter erwischt haben. Vor laufender Kamera nahmen sie auf, wie der Playstation-Boss vor seinem Haus auf den Jungen wartete – und dem Glauben, dieser würde per Uber zu ihm fahren.
Vor seinem Haus trug er ein T-Shirt mit dem PS5-Logo darauf. Aber anstatt eines 15-Jährigen kam der Pedo-Hunter mit einer Kamera auf ihn zu und erklärte dem flüchtenden Cacioppo, dass die Behörden informiert werden.
Gefeuert
Das Video geht seit dem Release im Internet viral. Auch an Sony ging es nicht vorbei, weshalb das Unternehmen den hochrangigen Mitarbeiter fristlos kündigte. Zu dem Zeitpunkt arbeitete Cacioppo seit 8 Jahren für Sony und kümmerte sich dort vor allem um den Playstation Shop.
Statement von Sony:
„We are aware of the situation and the employee in question has been terminated from employment.“
Hier seht ihr das Video