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Final Fantasy VII besaß ein japanisches Zukunftssetting. Final Fantasy VIII war amerikanischer und thematisierte sich rund um kriegsführende Schulen. Final Fantasy IX war aber ein Rückschritt. Und zwar zurück zur Fantasie.

Es ist schwer vorzustellen, aber Final Fantasy IX wurde zur selben Zeit angekündigt wie Final Fantasy X und XI. Die Entwickler versprachen drei vollkommen unterschiedliche Erfahrungen. Final Fantasy XI war ein MMORPG; Final Fantasy X erschien für die PS2 und hatte so mit mehr Möglichkeiten; aber Final Fantasy IX war ein Dankeschön. Ein Dankeschön an die Fans. Der selbe Fall trat bei Final Fantasy VI ein, als Final Fantasy von den Nintendokonsolen auf die Playstation wechselte. Als Dankeschön gab man Fans noch ein mal das, was die Serie so groß gemacht hat. So hieß es für die Entwickler „back to the roots“.

Bereits während der Produktion von Final Fantasy VIII werkelte man im Hintergrund am nächsten Teil. Deswegen konnte man nur ein Jahr später, Ende 2000, Final Fantasy IX veröffentlichen. Science Fiction und Zukunftssettings wichen für die Fantasie. Final Fantasy IX besaß wie die frühen Teile ein mittelalterliches Setting. Schlösser, Prinzessinnen und vor allem Kristalle. Diese sind zum ersten Mal seit Final Fantasy V wieder da.

Der Dieb, die Prinzessin und Vivi

Die Story von Final Fantasy IX beginnt auch klassisch. Man besitzt drei Blickwinkel für den Anfang: der Dieb Zidane, die Prinzessin Garnet und der Schwarzmagier Vivi. Zidane und seine Diebesbande möchten während eines Theaterstückes die Prinzessin entführen. Zu blöd nur, dass die Prinzessin sich schon selbst auf die Socken gemacht hat um sich von ihren metaphorischen Fesseln zu lösen. Auf ihrer Flucht trifft sie auf Zidane und r beschliest ihr bei ihrem Vorhaben zu helfen. Bei ihrer Flucht treffen sie auf den Schwarzmagier Vivi, der sich eigentlich nur das Theaterstück ansehen wollte. Zusammen machen sie sich auf den Weg. Wohin? Zu Schätzen, Gefahren, vergessenen Orten und zur Antwort warum Zidane einen Affenschwanz hat. Von der Kälte der beiden Vorgänger wurde sich bewusst distanziert. Final Fantasy IX wirkt charmant, fast kindlich, aber vor allem warm und fantasievoll.

Der Vorgänger setzte bewusst auf viele CGI-Sequenzen. Diese kamen in Final Fantasy IX jedoch eher weniger vor. Auch waren die Charaktermodelle wurden leicht verniedlicht animiert. Dennoch besitzt die Geschichte ihre Momente die sehr ernst wirken. Das Gameplay war eine gute Mischung der bisherigen Teile mit einem guten Anteil an neuen Ideen. So besitzt Final Fantasy eine leicht abgewandelte Form des Magie- bzw. Espersystem aus Final Fantasy VI. Fertigkeiten und Zauber wurden über Gegenstände erlernt. So konnte man einen Zauber so lange anwenden, wie man den Gegenstand ausgerüstet hatte. Hat man diesen jedoch lange genug getragen und mit Erfahrungspunkten versorgt, überträgt sich die Fertigkeit auf einen Charakter und er kann diese auch ohne den Gegenstand nutzen.

Etwas altbekanntes war auch in Final Fantasy IX enthalten: Die Spezialangriffe. Der Unterschied zu den Vorgängern war allerdings, dass man sie sich nicht mehr aufsparen konnte. War der Angriff bereit, konnte er nicht in den nächsten Kampf mitgenommen werden. Neben dem Kampfsystem und den Spezialangriffen, gab es noch etwas anderes, dass in Final Fantasy IX zurückkehrte. In Final Fantasy VIII noch als Tripple Traid bekannt, gibt es das Kartenspiel im neunten Ableger unter den Namen Tetra Master. Im Grunde ist es eine leicht abgewandelte und vereinfachte Version von Tripple Traid. So mit setzt Final Fantasy IX die Tradition der Minigames im Spiel fort.

Uetematsus Meisterwerk

Für den Soundtrack lief Nobuo Uematsu hier zur Höchstform auf. Mehr als 100 Musikstücke komponierte er für Final Fantasy IX. Ein Teil davon waren neu aufgelegte alte Titel, die restlichen komponierte er neu. Seine Arbeit an Final Fantasy IX war für lange Zeit seine letzt als Hauptkomponist. Ein anderes Urgestein der Final Fantasy Geschichte wirkte auch mit: Yoshitaka Amano. Größtenteils bekannt durch die Logos und Artworks der Serie, übernahm er in Final Fantasy IX die Rolle des Charakter-Desgniers. Davor wurde die Arbeit von Tetsuya Nomura ausgeführt. Natürlich durfte im Trio der Schöpfer von Final Fantasy nicht fehlen: Hironobu Sakaguchi.

Zusammen wollten haben sie nicht nur ein neues Spiel, sondern auch eine Hommage an die vergangenen Titel erschaffen. Final Fantasy IX ist randvoll mit Referenzen und Easter Eggs zu den vorherigen Teilen der Serie. Namen von Städten, NPCs, Ereignisse und Gegner. Doch die bekannteste ist eine Aussage von Zidane. Dieser sagte, dass hinter ihnen keine „Wolke und keine Quelle“ liegt. Auf englisch: No Cloud and no Squall. Das sind die Namen der beiden Protagonisten der beiden vorherigen Final Fantasy Titeln.

Es gibt allerdings noch eine Sache die nicht unerwähnt bleiben darf. Denn in einem frühen Produktionsstadium von Final Fantasy IX, war es nicht geplant, dass der Titel der nächste Eintrag in der Hauptreihe werden soll. Stattdessen war die Idee einen direkten Nachfolger zu Final Fantasy VII zu machen. Vom Plot war relativ wenig bekannt, außer dass ein Mann namens Blade Shin-Ra wiederbeleben und so die Weltherrschaft erlangen will.

Final Fantasy IX war viel mehr als nur der nächste Teil in der Final Fantasy Reihe. Es war ein Dankeschön an alle Fans. Dennoch zeigte das Spiel auf was die Serie so groß gemacht hat. Um zu gewährleisten, dass der nächste noch besser wird, musste man auf die nächste Konsolengeneration wechseln. Und zum Abschluss der PSX-Ära bedankten sich Sakaguchi und sein Team bei ihren Fans mit Final Fantasy IX. Dieser Titel zeigte auf, dass Veränderungen nichts schlechtes sind. Jedoch sollte man nie vergessen was einen zu dem gemacht hat was man ist. Ein Titel der selbst heute noch von starker Relevanz ist. Das zeigte der erstmalige PC-Release von Final Fantasy IX dieses Jahr.