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Für Nicht-Final-Fantasy-Fans oder jemanden der Final Fantasy VI nicht gespielt hat, ist es vielleicht schwer zu glauben, aber Final Fantasy VI wird als das beste Final Fantasy der Serie bezeichnet. Sogar noch besser als Final Fantasy VII. Fans schwören darauf und preisen den Titel bis heute noch in alle Höhen.

1994 erschien es: Final Fantasy III. Genau hier passierte das selbe wie bei Final Fantasy IV. Da nur das original Final Fantasy im Westen erschien, benannte man die Teile die auch nachzogen um. Diese waren Teil IV und VI. Teil II, III, V blieben allesamt mehr als ein Jahrzehnt nach deren Releases japan-exklusiv. Deswegen erhielten die Titel die im Westen erschienen andere Namen. IV wurde zu II und VI wurde zu III. Doch das tat dem Spiel kein Abbruch. Um genauer zu sein, es gilt nicht nur als eines der besten SNES-Spiele, sondern auch noch als DAS beste Final Fantasy. Das muss etwas bedeuten.

Knapp 20 Ableger besitzt die Hauptreihe, mehr als 50 Titel tragen den Namen Final Fantasy, hinzu kommt noch starke Konkurrenz aus den eigenen Reihen mit Final Fantasy VII. Was macht also genau diesen Teil zum besten der Serie? Dazu müssen wir an den Anfang zurück springen.
1994 setzten sich die kreativen Köpfe aus dem Hause Squaresoft noch ein Mal zusammen um ein weiteres Spiel zu machen. Darunter der Final Fantasy Schöpfer Hironobu Sakaguch, der Komponist Nobou Uematsu, der Designer Yoshitaka Amano und Charaktar-Designer Tetsuya Nomura. Diese vier arbeiteten schon seit dem ersten Final Fantasy zusammen und erschufen mit Final Fantasy VI etwas, dass sich nicht anders beschreiben lässt als Meisterwerk. Um euch das näher zu bringen muss jeder Aspekt genauer beleuchtet werden. Fangen wir mit den Charakteren an.

Viele Charaktere, viele Protagonisten …

Eine Besonderheit von Final Fantasy VI sind dessen Charaktere. Mehr als ein Dutzend insgesamt und die Hälfte davon sind zu gleichermaßen der Hauptcharakter. So gibt es die vom Imperium versklavte Terra, „Schatzjäger“ Locke, König Edgar oder der Ninja Shadow. Jeder besitzt seine ganz eigene Hintergrundgeschichte, Beweggründe und Einfluss auf die Geschichte. So gibt es im Spiel des Öfteren einen Perspektivenwechsel der euch das Spiel aus der Sicht eines anderen Charakters spielen lässt.
Zu sagen die Story wäre „nur“ gut wäre eine Untertreibung. Ein Epos mit einem Magic Moment nach dem anderen trifft es da schon eher.

Da wäre alleine die Intro-Sequenz. Der Marsch der Magi-Techs duch die Schneelandschaft. Oder Cyan tragischer Verlust seiner Familie. Oder wie Locke Celes aus ihrer Folter befreit. Und das waren noch nicht einmal die Highlights. Natürlich könnte ich hier weiter über ein die Magic Moments reden (das ich auch noch tun werde), doch das sagt euch nichts über die Story.

Mord und Sklaverei

Auch wenn man es erwarten würde, ist Final Fantasy kein Spiel für Kinder. Die Steampunk-angehauchte Welt behandelt sehr erwachsene Themen. Darunter Sklaverei, Völkermord, Folter, Leid und Zerstörung. Das Imperium ist der gemeinsame Nenner all dieser Sachen. Die Magie ist schon lange in dieser Welt ausgestorben. Umso erstaunlicher ist es als eine Esper gefunden wird, also eine Magiequelle.

Beim Kontakt mit der Esper lösen sich die metaphorischen Fesseln und die physische „Sklavenkrone“ Terra’s. Sie schließt sich der Rebellenbewegung der Wiederkehrer an, dessen Ziel es ist das Imperium zu stürzen. Ihr gegenüber steht nicht nur der Imperator Gestahl, sondern auch der ebenso wahnsinnige wie skrupellose Kefka. Dieser zeigt nicht nur keinerlei Reue als er die Bewohner eines ganzen Schlosses vergiftet und tötet, sondern empfindet dabei noch Freude.

Im späteren Verlauf des Spieles gibt es diesen einen Punkt. Auf diesen werde ich aus Spoilergründen nicht näher eingehen. Aber diese Stelle verändert nicht nur das gesamte Spiel, sondern zeigte, dass Final Fantasy sich traut Grenzen zu überschreiten und eine Spieleserie der Superlative ist. Zu diesem Moment gesellen sich der Selbstmord einer Figur; Shadows Träume die seine Vergangeheit zeigen oder die ikonische Opernszene. Die Opernszene besitzt wegen zwei Gründen den Kultstatus.

  1. Sie ist eine herzergreifende Szene mit einem Meisterwerk aus Nobou Uematsus Feder.
  2. Der technische Aspekt.

Denn in der Opernszene in Final Fantasy VI drangen zum ersten Mal aus dem Soudchips des SNES Stimmen heraus. Eine bis dato nie gesehene Handlung. Die Klänge des Soundtracks wurden so verändert, dass einem damals der Mund offen stand als man aus dem SNES die Worte „oh Maria“ hörte.
Die Opernszene blieb aber nicht nur im Spiel drinnen. Die Oper wurde vor einigen Jahren als reale Oper nachgespielt und ergriff die Herzen der Fans ein weiteres Mal. Die restlichen Soundtracks im Spielen stehen der Opernszene in nichts nach. Selbst das Haupttheme ändert sich ab einem Zeitpunkt in der Story um die Situation zu untermalen. Von der technischen Seite aus gab es damals eine Optik die State of the Art war. Jedes Gebiet, jedes Monster, jeder Charakter war handdesignt und das konnte man sehen. Die verlieh dem Spiel eine optische Qualität die es hat sehr gut altern lassen und macht es heute noch spielbar.

…und jeder ist anders

Eine gute Story und tolle Technik sind das eine. Was aber noch fehlt ist das Gameplay. Und genau das war es was Final Fantasy VI so besonders gemacht hat. Jeder der Charaktere spielte sich komplett unterschiedlich. Während Terra auf Magie setzt, klaut Locke seinen Gegnern die Gegenstände. Sabin setzt zwar auf den direkten Kampf, aber Setzer greift lieber mit Spielkarten und Würfeln an. Dies erlaubt einem seine Party nach seinem eigenen Kampfstil zusammen zustellen. Hinzu kommt noch das Magie- und Espersystem. Genau wie in Final Fantasy IV, nehmen im sechsten Teil die Beschwörungen, genannt Esper, eine wichtige Rolle in der Story ein. Vom gameplaytechnischen Aspekt her, sind sie nicht weniger wert. Jede Esper besitzt eine bestimmte und ausgewählte Anzahl an Zaubern. Der Träger kann diese jedoch erlernen in dem er die Esper trainiert. So übertragen sich die Zauber auf den Träger, auch wenn er die Esper nicht ausgerüstet hat. Das bringt mit den individuellen Kampfstilen der Charaktere eine gehörige Ladung an Spieltiefe mit sich.

Final Fantasy VI wurde für den Westen etwas zensiert. Mehreren Sprites wurden verändert, da sie „zu viel nackte Haut zeigten“. Auch wurde das Wort „Pub“ durch das Wort „Cafè“ ausgetaust. In der Playstation-Version ragte allerdings wieder der richtige Name über die Lokale.

Final Fantasy VI war mehr als nur der nächste Teil einer Spieleserie. Er setzte neue Maßstäbe, war aber auch ein Abschied. Final Fantasy war bekannt für seine unterschiedlichen Ableger. Und so musste sich auch der nächste Teil wieder von seinen Vorgängern unterscheiden und abheben. Das war allerdings nicht mehr auf den Nintendokonsolen möglich. Deswegen war Final Fantasy VI in gewisser Weiße auch ein Abschiedsgeschenk an die Fans und Nintendo. Jedoch bot der nächste Teil auf einer neuen Plattform einen Neuanfang. Und was für ein Neuanfang das war, den konnte sich damals noch keiner vorstellen.