Ein Passwort wird per E-Mail an Sie geschickt

Bei manchen Videospielen widersprechen sich Story und Gameplay. Bei diesen 8 Spielen ist die ludonarrative Dissonanz besonders deutlich.

Der Begriff “ludonarrative Dissonanz” taucht in Reviews zu Spielen inzwischen recht häufig auf. Gemeint ist damit ein Widerspruch zwischen der Spielmechanik und der Geschichte, die ein Spiel erzählen möchte. Das Wort “ludonarrativ” setzt sich aus dem lateinischen Wort “ludere” für Spielen und “narrativ” für Erzählung zusammen. Meistens hat der Begriff einen eher negativen Beigeschmack, da für einige Gamer die Atmosphäre flöten geht, wenn das Gameplay die Geschichte nicht korrekt widerspiegelt.

Allerdings lässt sich nicht jede Geschichte 1:1 sinnvoll als Spielmechanik umsetzen, weshalb ein gewisses Maß an ludonarrativer Dissonanz in vielen Genres weder gut noch schlecht, sondern schlicht unvermeidbar ist. Oft ist ludonarrative Dissonanz auch ein Zugeständnis an die Freiheit des Spielers. Das beste Beispiel dafür sind mit Sicherheit Open World-Spiele, in denen Spieler nicht immer das machen, was die Autoren der Story vorgesehen haben. Auch speichern und respawnen sind schon ludonarrative Dissonanz, denn in der Geschichte sind die meisten Charaktere sterblich.

Wir zeigen euch hier acht besonders deutlich Beispiele für ludo-narrative Dissonanz, wobei wir den Begriff hier feststellend und nicht wertend verwenden.

8 Beispiele für ludonarrative Dissonanz

8. Mortal Kombat X

Bei aller Freundschaft, aber…

Jeder Charakter im Mortal Kombat-Universum hat eine individuelle Hintergrundgeschichte und unterschiedliche Beziehungen zu anderen Figuren im Spiel. Es gibt klar geregelte Fraktionen, das Setting definiert, wer Freund und Feind ist, wer welchem moralischem Kodex folgt und wer wie mächtig ist.

…ohne Fatality geht’s nicht!

Welchen Einfluss hat das auf das Spielgeschehen? In der Regel so gut keinen, denn wie im Genre üblich kann jeder gegen jeden antreten. Dass Liu Kang und Kung Lao in der Geschichte Freunde sind, hält sie nicht davon ab, sich im Spiel gegenseitig die Köpfe abzuhacken. Raiden ist ein Gott, Johny Cage nur ein Schauspieler. Gibt es in diesem Kampf einen klaren Favoriten? Nein, das Balancing ist sehr gut.

An der Stelle von Mortal Kombat X könnte hier auch so gut wie jedes andere Prügelspiel stehen. Denn die Mechaniken sind auch in Street Fighter oder Tekken in etwa die gleichen.

Weiter geht es auf Seite 2.

1 2 3 4 5 6 7 8