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Besser Videospielen dank Twitch-Streaming: geht die Rechnung auf?

Streams sind total angesagt, die Streamer auf Twitch und YouTube sind die neuen Stars, zumindest bei unzähligen Jugendlichen und begeisterten Video-Gamern. Aus dem Hobby auf diese Weise eine Karriere zu machen, davon träumen viele, denn einige der bekannten Streamer verdienen ein Vermögen. Wie profitieren Fans jedoch von Streams? Ist das reine Unterhaltung oder verbessert man auf diese Weise seine Spieltechnik, lernt Tricks in Games und wie man verschiedene Level meistert? Und wie unterscheiden sich Streams hierbei von YouTube Videos?

Die meisten begeisterten Follower der bekannten Streamer sind sich einig: hier handelt es sich in erster Linie um Unterhaltung, nur zweitranging geht es ums Lernen. Warum überhaupt zuschauen, als selbst zu spielen? Blogger Kay Nordenbrock beispielsweise betont, dass es einfach Spaß macht, zudem helfen ihm die Streams bestimmter Games bei der Kaufentscheidung, immerhin kann er auf diese Weise einen Einblick in ein Spiel bekommen, bevor er Geld dafür ausgibt.

Die Stars beim Spielen zu beobachten kann zudem entspannender sein als sich selbst durch die Level zu kämpfen. Für den Videospiel-Blogger und viele begeisterte Zuschauer, sind Twitch- und YouTube-Streams Hintergrundunterhaltung, die sogar während der Arbeit oder beim Studieren läuft. Gestreamt werden alle bekannten Games, so dass jeder Spieler auf den Plattformen das passende Angebot findet: Im Juli dieses Jahres lag laut Statista League of Legends auf Platz eins der Beliebtheitsskala, mit knapp 121.3 Millionen Zuschauerstunden, gefolgt von Valorant mit 120,7 Millionen und Grand Theft Auto V mit 120 Millionen auf Platz drei. Minecraft brachte es auf weniger als 50 Prozent der Zuschauerstunden im Vergleich zu den Spitzenreitern, Fortnite lag weitere zwei Plätze darunter, nach Counter-Strike: Global Offensive.

Nicht nur Videospiele werden gestreamt, sondern auch Glücksspiele – ein Bereich, der oftmals kritisiert wird. Viele Streamer werden von Casino-Anbietern gesponsort, was wiederum bedeutet, dass sie dafür bezahlt werden andere Spieler und möglicherweise sogar Minderjährige zu den Angeboten zu locken, wo diese sogar Geld verlieren können. Bekannte deutsche Streamer wie Knossi und MontanaBlack zogen sich nach mehreren Jahren erfolgreichen Online Poker Streams aus diesem Bereich zurück, um nicht in Verruf zu geraten und unnötige Kritik zu vermeiden. Mittlerweile ist Online-Glückspiel auch in Deutschland legal, nachdem vergangenes Jahr der neue Glückspielstaatsvertrag in Kraft trat, und der Ruf, der von Zocken im Internet wandelt, sich derzeit stark. Es könnte also durchaus sein, dass Knossi und Co bald wieder zur alten Leidenschaft zurückkehren, denn extrem populär und erfolgreich sind Poker-Streams seit jeher.

Lernten die Zuschauer dabei jedoch, wie man besser spielt? In erster Linie war es auch hier der Unterhaltungswert, der eine begeisterte Fan-Gemeinde schuf, wenn High-Roller hoch setzten, was wiederum für eine geballte Ladung Adrenalin nicht nur bei ihnen, sondern auch bei den Followern sorgte. Die Emotionen kochen dabei hoch, die Gamer jubeln oder lamentieren lautstark Verluste – das ist eher mitreißend als lehrreich, so viel steht fest.

Wenngleich das Zuschauen bei Casino-Streams, insbesondere bei Online-Automatenspielen, wahrscheinlich nicht die Gewinnchancen beim eigenen Spiel verbessert, können die Zuschauer denn doch etwas lernen – beispielsweise wie man beim Poker Ruhe und einen kühlen Kopf bewahrt, in welchen Phasen man aggressiv oder vorsichtig spielen sollt. Anfänger, die möglicherweise eine Hemmschwelle haben im Internet zu zocken, können sich so damit vertraut machen.

Gleiches gilt für Videogame-Streams. E-Sport ist mittlerweile eine anerkannte Sportart, viele deutsche Fußballvereine besitzen mittlerweile sogar eine eigene Mannschaft. Der FC-Bayern beispielsweise hat ein vierköpfiges Team, und zum Training gehört natürlich das Verfolgen generischer Mannschaften und deren Spiele, fraglich ist jedoch, ob dies auf Twitch geschieht. Der bekannteste Fifa-Streamer der Welt ist derzeit Edwin Castro aus Mexiko, mit über 3,3 Millionen Followern. 20.000 davon waren live dabei, als der Streamer mitten im Live-Streaming von der Plattform verbannt wurde, und das dauerhaft. Grund dafür war eine angebliche Regelverletzung, der zufolge er unerlaubt Münzen verschob, um am Transfermarkt einzukaufen. Lernten die Zuschauer hier nicht, wie man bei Fifa gewinnt, dann immerhin doch was man am besten nicht machen sollte.

Hacker-Tricks und andere unlautere Methoden dürfen natürlich nicht gestreamt werden, will man sein Account behalten, weshalb auch dies nicht offiziell gelernt werden kann. Walkthroughs bestimmter Spiele können den Followern jedoch dabei helfen Levels zu erkunden und zu erfahren, welche Feinde und Kämpfe wo zu finden sind, welche Schätze sich in einem Level verstecken und wo es bestimmte Gegenstände zu sammeln gibt.

Besser als Live-Streams sind hierfür jedoch YouTube Videos geeignet, die man leicht pausieren kann und die oftmals bessere Lernerlebnisse bieten als Live-Streams: Dort können Fans sämtlicher Games erfahren, wie sie verschiedene Charaktere benutzen und Feinde besiegen oder wie man das nächste Level erreicht. Da es sich nicht um ein Live-Ereignis handelt, können die professionellen Gamern noch besser auf Tipps und Tricks eingehen.

Lernt man also auf Twitch nicht zwingend, wie man besser spielt, lässt sich hier jedoch Wissen aneignen, das weitaus wertvoller sein kann: nämlich, wie man mit der liebsten Freizeitbeschäftigung Geld verdienen und selbst Streamer werden kann. Tyler „Ninja“ Blevins beispielsweise ist der Streamer mit den meisten Followern der Welt, mit 17 Millionen auf Twitch und 24 Millionen aus YouTube. Wer das Business von ihm lernen möchte, muss allerdings tiefer in die Tasche greifen: seine 30-tägige „Masterclass“ im Streaming kostet umgerechnet 200 Euro. Die Teilnehmer erhalten eine PDF-Datei mit den wichtigsten Streaming-Begriffen, aber auch geradezu überflüssigen Erklärungen, was eine Maus oder eine Tastatur ist. Darauf folgt eine Reihe Videos zum nötigen Equipment, Aufbau der Community, Branding und Marke. Kritik hagelte es auf YouTube von anderen Größen, die den Kurs testeten und resümierten es gebe zu viele irrelevante Inhalte, die meisten Informationen seien ohnehin kostenlos zu haben, und Ninja selbst sei einfach zur richtigen Zeit am rechten Ort gewesen und habe mit Fortnite das richtige Spiel gespielt, um berühmt zu werden. Hilfreich sei an der Masterclass lediglich die Community angehender Streamer, die sich hier austauschen und einander unterstützen können.

Wer mit Streaming auf Twitch oder YouTube Geld verdienen möchte, findet eine Menge Informationen im Internet, und das absolut gratis: Hersteller von Zubehör wie auch Video-Game Seiten geben wertvolle Tipps zu Ausrüstung, Strategie, Investition, welche Streams besonders beliebt sind, wie oft man streamen sollte und vieles mehr. Seinen Idolen regelmäßig zuzusehen und ihre Methoden zu kopieren ist natürlich ebenfalls hilfreich – warum nicht Lernen, während man sich mit deren Streams die Zeit vertreibt?

Ratsam ist es dabei sich nicht nur auf einen Streamer festzulegen, sondern verschiedenen Stars auf Twitch und YouTube zu folgen. Jeder vermarktet sich anders, und keiner spielt ein Game auf die gleiche Weise. Wer sein eigenes Spiel verbessern möchte, kann so immerhin verschiedene Spielweisen beobachten und lernen, welche Taktik einem selbst am ehesten liegt. Zu den beliebtesten männlichen Streamern in Deutschland gehören derzeit nach wie vor MontanaBlack88, EliasN97, Trymacs, Gronkh und Amar. Die Rangliste der angesagten weiblichen deutschen Twitch-Streamer wird angeführt von RevedTV, AnniTheDuck, Sintica, Shurjoka und Gnu-Live – wobei sie im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen alle noch unter 10.000 Followern haben. Weltweit sind derzeit Streamer wie Asmongold, xQcOW und Fextralife unter den Männern angesagt sowie Pokimane, Fuslie, Ironmouse und Emiru unter den Frauen.

Wer von ihnen lernen will, sollte sich seine persönlichen Favoriten heraussuchen, wobei natürlich relevant ist, dass sie die Games streamen, die man selbst gerne spielt. Verfolgt man ihre Live-Streams, ist es ratsam eben nicht nur zuzusehen, sondern bewusst ihre Taktiken zu analysieren. Wer sich selbst ans Streamen machen will, sollte zudem schlau beobachten, wie sich diese Stars vermarkten, welches Image sie sich aufgebaut haben, worauf sie sich spezialisieren und was gerade ihre Streams so attraktiv macht.