Activision hat neue Details zu seinen laufenden Anti-Cheat-Maßnahmen veröffentlicht – passend zum Start von Season 3 in Call of Duty: Black Ops 6 und Warzone. Dabei bestätigte der Publisher etwas, das viele Spieler bereits vermutet hatten: Die meisten Cheater-Berichte gegen Konsolenspieler sind falsch.

Millioneninvestitionen gegen Cheater

Activision investiert seit Jahren Millionen von Dollar in die Entwicklung seiner Anti-Cheat-Technologie und verfolgt gleichzeitig Cheat-Anbieter juristisch. In den letzten Wochen wurden mehrere große Cheat-Anbieter geschlossen. Ein besonders aufsehenerregender Fall war der plötzliche Shutdown von Phantom Overlay, einem der bekanntesten Anbieter von Call of Duty-Cheats. Darüber hinaus wurden vier weitere Cheat-Dienste vor dem heiß erwarteten Verdansk-Update in Warzone geschlossen.

In einem neuen Blogbeitrag von Activision erklärte das Unternehmen, dass das Ziel darin bestehe, den Cheat-Markt aktiv zu stören. Dabei konnte das Unternehmen bereits über 20 Cheat-Entwickler und zahlreiche Reseller ausschalten.

RICOCHET geht in die Offensive

Das Team RICOCHET, Activisions spezielle Anti-Cheat-Abteilung, hat seit der Veröffentlichung von Black Ops 6 bereits über 228.000 Konten gesperrt. Laut Activision wurden 23 % der Cheater erkannt, bevor sie überhaupt ihr erstes Match spielen konnten.

„Diese Erfolge sind wichtig, aber wir können uns noch weiter verbessern – vor allem in Geschwindigkeit und Effizienz“, betonte Activision.

Mit Season 3 kommen neue Anti-Cheat-Systeme, doch aus Sicherheitsgründen gibt Activision nur begrenzte Details preis. Man bestätigte jedoch, dass besonders Aimbot-Erkennung und maschinelles Lernen zur Analyse von Spielwiederholungen verbessert wurden.

Missverständnisse über angebliche Cheater

Ein großes Problem ist die hohe Zahl an falsch gemeldeten Cheatern. Laut Activision stammen über 60 % aller Cheat-Meldungen in Warzone von Konsolenspielern – obwohl Cheating auf Konsolen äußerst selten vorkommt.

Der Grund für viele Fehlmeldungen: Spieler übersehen taktische Vorteile des Gegners, wie Perks (z. B. Recon Scout) oder Spy Cam-Pings, die die Position eines Spielers offenlegen. Dadurch entsteht der Eindruck, der Gegner müsse cheaten.

Um dies zu verbessern, aktualisiert Activision die KillCam mit mehr Transparenz, um Missverständnisse zu reduzieren.

Neue Features für die KillCam

Aktivision überarbeitet die KillCam, um Spielern eine bessere Übersicht über ihren Tod zu geben und Berichte genauer zu machen. Neue Features beinhalten:

Angreifer-Übersicht: Namen, Waffen, Schaden und Trefferanzeige der Gegner ✔ Live-Ping-Erkennung: Zeigt an, ob der Gegner dich durch eine Spy Cam gesehen hat ✔ UAV-Erkennung: Zeigt an, ob du durch einen UAV, UAV-Turm oder Advanced UAV entdeckt wurdest ✔ Minimap-Entdeckung: Falls deine eigene, nicht schallgedämpfte Waffe deinen Standort aufgedeckt hat

In Season 3 wird dieses System weiter ausgebaut, um auch Killstreaks, Perks und Feld-Upgrades in die Analyse einzubeziehen.

Neues Ranglistensystem: Cheater-Rückerstattung

Eine der wichtigsten Neuerungen betrifft das Ranked Play. Falls ein Spieler nachträglich als Cheater erkannt wird, wird der Einfluss dieses Cheaters rückwirkend korrigiert:

🔹 SR-Rückerstattung: Spieler, die von einem Cheater besiegt wurden, erhalten ihre Rangpunkte zurück. Zunächst wird dies für die letzten zwei Wochen überprüft, mit möglicher Anpassung. 🔹 Strafen für Mitspieler von Cheatern: Spieler, die mit Cheatern im Team waren, können rückwirkend SR-Punkte verlieren.

Dieses System wird nach dem Start von Season 3 in Black Ops 6 Ranked Play eingeführt und später auch für Warzone Ranked Play übernommen. Zudem wird die Bestenliste vor Season 2 bereinigt, um illegale SR-Gewinne zu entfernen.

Hoffnung auf weniger Cheater in Verdansk

Die Präsenz von Cheatern hat den Mehrspielermodus von Call of Duty stark belastet. Viele Konsolenspieler waren sogar gezwungen, das Crossplay mit PC-Spielern zu deaktivieren, um sich vor Betrügern zu schützen. Mit den neuen Anti-Cheat-Systemen hoffen Spieler, dass der Re-Launch von Verdansk am 3. April ein faireres Erlebnis bieten wird.

Ob die Maßnahmen langfristig Wirkung zeigen, bleibt abzuwarten – doch Activision setzt weiterhin alles daran, Call of Duty sauber zu halten. Was haltet ihr von den neuen Anti-Cheat-Features? Schreibt es in die Kommentare! 🎮🔥

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