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5. Religion

Viele Spielwelten enthalten ihre eigenen Religionen, die dann auch ein wichtiges Thema sein können. Während fiktive Fantasy-Religionen jedoch ein beliebtes Thema sind, meiden die meisten Entwickler real existierende Religionen tendenziell lieber. Ähnlich wie bei politischen Themen sehen viele Entwickler hier das Risiko, potentiellen Kunden auf den Schlips zu treten.

Das Tabu ist aber nicht universell. So nimmt etwa Asura’s Wrath reichlich Anleihen aus der buddhistischen Mythologie, während Okami mit der Sonnengöttin Amaterasu sogar die Hauptgottheit des Shinto zur Protagonistin macht. Gottheiten aus antiken polytheistischen Religionen gelten ohnehin nicht als Tabu. Selbst mythologische Figuren aus der Bibel wie die apokalyptische Reiter in Darksiders oder Henoch in El Shaddai: Rise of the Metatron verirren sich ab und zu in ein Spiel.

Was allerdings ein Tabu bleibt, ist Religiosität in der Gegenwart. Bei den Protagonisten in modernen, westlichen Settings wissen wir in der Regel nicht, ob sie gläubig oder Atheisten sind. Der Grund dafür ist ähnlich wie beim Thema Politik. Ein Held, der von der einen Sichtweise überzeugt ist, würde möglicherweise Spieler abschrecken, die eine andere Meinung haben.

Ein Spiel, das die abrahamitischen Religionen kritisch beleuchtet, ist Binding of Isaac, das an die biblische Geschichte vom Opfer Isaaks angelehnt ist.

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