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Der Xbox Game Pass von Microsoft, stößt im Handel auf wenig Gegenliebe. Ein österreichischer Händler zog nun drastische Konsequenzen.

Microsoft will Spiele aus dem eigenen Haus in Zukunft lieber vermieten als verkaufen. Mit dem Game Pass bietet Microsoft in einem Abosystem Zugang zu 100 Xbox 360 und Xbox One-Spielen. Im Abo enthalten sollen auch alle zukünftigen First-Party-Spiele sein. Als erster Game Pass-Titel ist Sea of Thieves geplant, das 20. März veröffentlicht wird. Auch Crackdown 3 und State of Decay 2 werden im Abo enthalten sein, ebenso wie alle zukünftigen Spielen aus den Franchises Gears of War, Halo und Forza. Anders als PlayStation Now ist der Game Pass kein Streaming-Dienst. Die Spiele werden ganz normal heruntergeladen und von der Festplatte gespielt. Der monatliche Preis für das Abo beträgt 9,99 Euro, wobei Microsoft ein Probeabo für 14 Tage kostenlos anbietet.

Ob sich der Xbox Game Pass für einen Spieler lohnt, hängt natürlich stark von den eigenen Spielgewohnheiten ab. Es gibt jedoch eine Gruppe, die mit dem Game Pass so gar nichts anfangen kann: Händler. Denn denen geht durch Microsofts neue Vermarktungsstrategie viel Geld durch die Lappen. Besonders schwer wiegt das, weil der Verkauf der Konsolen für den Händler, ebenso wie für den Hersteller keinen Gewinn einbringt. Am Anfang ist der Verkauf der Konsolen in der Regel sogar mit Verlusten verbunden. Erst ab einer hohen Stückzahl oder eben durch den Verkauf von Spielen stellen sich Gewinne ein.

Dass Microsoft dem Handel dieses Verlustgeschäft aufbürden, selbst aber den ganzen Gewinn einfahren möchte, sehen Händler nicht ein. Der österreichische Anbieter Gameware reagiert mit einer drastischen Maßnahme. Er nahm kurzerhand alle Xbox-Konsolen aus dem Angebot. Der Händler wolle nicht weiter Konsolen verkaufen, “die null Verdienst bringen und nur Aufwand bedeuten, wenn Microsoft anschließend am Vertrieb der Software nur noch selbst verdienen will“. In Richtung Microsoft hat er eine klare Botschaft: “Wer das Geschäft alleine machen will, soll auch die Arbeit alleine machen“.

Microsoft will mit Game Pass und PlayAnywhere in Zukunft auch unabhängig von der Plattform Geld einnehmen. Der Analyst Michale Pachter denkt allerdings nicht, dass der Game Pass den Verkauf von Xbox-Konsolen zurückdrängen oder überflüssig machen werde. Es sei dennoch eine gute Einnahmequelle für den Software-Riesen. Pachter denkt nicht, dass sich viele Leute für einen Monat wegen eines bestimmten Spiels anmelden und dann wieder abmelden werden.

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