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Auf die Frage, warum Lootboxen in Star Wars 2 Battlefront 2 keine kosmetischen Items enthalten, reagierte EA mit einer dreisten Ausrede.

AusredeBei der Credit Suisse Technology, Media, and Telecom Conference in den USA hat sich Blake Jorgensen, Finanzchef bei EA, zur jüngsten Kontroverse im Lootboxen in Star Wars Battlefront 2 geäußert. Dabei erklärte er, dass Fehler teil eines Lernprozesses seien und EA auch in Zukunft auf Mikrotransaktionen setzen werde. EA würde zwar von der Community hören und lernen, aber die grundlegende Vermarktungsstrategie nicht ändern. Im weiteren ging Jorgensen von der wenig realitätsnahen Annahme aus, dass Spieler, die mehr Geld besäßen, weniger Zeit hätten und umgekehrt.

Wir haben die Mikrotransaktionen entfernt, weil Konsumenten der Meinung waren, dies seien ‘Pay to win’-Mechaniken. In der Realität gibt es verschiedene Arten von Spielern. Einige Leute haben mehr Zeit als Geld und einige Leute haben mehr Geld als Zeit. Diese beiden Typen gilt es zu balancieren.

Geflissentlich übersehen hat Jorgensen dabei auch, dass Leute, die wenig Zeit zum Spielen haben, wohl kaum bereit sein werden, in Vermögen in Lootboxen zu investieren, selbst wenn sie es sich leisten könnten. Dass ein mit Mechaniken wie jenen von Star Wars Battlefront 2 unweigerlich von Spielern beherrscht wird, die Zeit UND Geld haben, ließ Jorgensen unerwähnt.

Allerdings waren diese Thesen noch lange nicht der Gipfel der Dreistigkeit. Den erreichte der EA-Finanzchef erst auf die die Frage, warum EA nicht auf kosmetische Gegenstände setze wie Blizzard bei Overwatch. Kosmetische Items würden gegen den Kanon des Star Wars-Settings verstoßen, meinte Jorgensen hier.

Wir sind sehr darauf bedacht, den Star Wars Kanon nicht zu verletzen. Das ist eine tolle Marke, die über viele, viele Jahre aufgebaut wurde. Kosmetische Aspekte könnten diesen Kanon verletzen. Ein weißer Darth Vader ergibt wahrscheinlich keinen Sinn […], ganz zu schweigen von Pink. Nichts gegen Pink, aber ich denke nicht, dass das im Kanon richtig wäre.

Dabei ignorierte der EA-Finanzchef vollkommen, dass Skins nicht zwangsweise einen Darth Vader in Pink einschließen müssten. Ebenso ließ Jorgensen außer Acht, dass es bereits möglich ist, Charaktere aus verschiedenen Epochen des Star Wars-Universum gegeneinander antreten zu lassen. So können auch Rey und Darth Maul gegeneinander kämpfen, obwohl Darth Maul lange tot war, bevor Rey geboren wurde.

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